Anatomie einer Golf-Disc

Disc Golf Scheiben im Portrait

X-ray of a Golf Disc

Eine Disc ist zwar ein rundes Ding, allerdings gibt es auch hier - im Querschnitt betrachtet - wie bei einer Tragfläche eines Flugzeugs verschiedene Bereiche, welche das Flugverhalten bestimmen. Um ein besseres Verständnis für die Scheiben zu entwickeln, sowie für weitere Recherchen sind diese Informationen äußerst hilfreich.

Areas of a Golfdisc
 

Als "Wing" bezeichnet man an sich den ganzen Querschnitt der Disc. Die Shoulder ist der Teil oberhalb des Rim. "Nose" und "Jaw" wird durch die PLH, der "Parting Line of Height" getrennt - die PLH ist verantwortlich für die Stabilität der Disc und liefert die Erklärung, warum das gleiche Modell oft unterschiedliche Flugeigenschaften aufweist (weiterführende Infos zur PLH findet ihr unter den beiden Flugeigeschaften" - Artikeln).

Wenn ihr schon mal auf die Bezeichnung "Slanted Rim" gestoßen seid und wissen möchtet, was damit gemeint ist - das bedeutet, dass die Innenseite des Randes (inner rim) abgeschrägt, also "slanted" ist. Der Winkel, welcher zwischen der Unterseite der "Flightplate" und "Rim" eingschlossen wird, ist also größer als 90°.

"Slanted Rim" vs. normaler Winkel 


Weitere Bezeichnungen, welche einem allerdings eher selten unterkommen werden: 

Beveled Edge
Concave Convex
Bead


Die Größe des "Bead" wirkt sich auf die Stabilität der Disc, genauer gesagt auf den Fade, aus. Je größer der Bead, desto mehr Fade, desto stabiler bei Gegenwind.

Als Paradebeispiel für eine "beaded" Disc gilt die "Aviar Driver" - Version der Innova Aviar.
Die Aviar gibt es mittlerweile in den unterschiedlichsten Varianten:
  • Die "Classic" Aviar zb. hat keinen Bead und Fade 0, 
  • die normalen Versionen (Putt´n´Approach & Yeti Pro) haben nur einen sehr kleinen Bead und Fade 1, wohingegen 
  • die "Big Bead"-Modelle (Aviar Driver, JK Aviar-x, KC Aviar, Mc Pro) einen großen Knubbel und Fade 2 haben. 
Hauptsächlich ist der Bead bei den meisten Spielern weniger ein Thema bezüglich des stärkeren Fades, sondern eher wegen dem veränderten Gefühl beim Grip.