Sonntag, 6. März 2016

Putterfly @Josefhof Reversed 2016

Am vergangenen Samstag, 05.03.2016 fand zum zweiten Mal das Turnier des Disc Golf Parcours in der Gesundheitsanstalt Josefhof statt. TD Eric Osterwinter hat das Standard 12 Hole Kurslayout auf 18 Bahnen erweitert und dabei zum Großteil die Bahnen verlängert, verschärft und umgedreht. Ihr habt nun sicher bereits erkannt, wie der Name des Turniers entstanden ist. ;) Für Putterflyer Herbert und mich (RiChi) war dies der erste Besuch des Josefhofparcours, weshalb ich nicht auf das Standard-, sondern nur auf die Turnierversion eingehen kann.

Putterfly beim Josefhof Reversed 2016

Die Bahnen sind dabei in einer malerischen Kulisse eingebettet. Auch mit herausfordernden Waldbahnen kann dieses Layout punkten. Bis auf ein bis zwei Ausnahmen mit gefühltem Lückenfüllerfaktor war das Layout auch sehr harmonisch und abwechslungsreich. Es gab auch überdurchschnittlich viele OB´s und Mandatories, was dem ein oder anderen Spieler (inklusive uns) den ein oder anderen Strafpunkt eingebracht hat. Mehrmals... :-))



Das Playersmeeting um 09:00 fand im Angesicht eines Postkartenmotivs statt, welches einladender nicht hätte sein können - ein traumhafter Ausblick, welcher mit ein paar Körben und Abwürfen gespickt war, eine Wetterlage, die wir uns besser nicht hätten wünschen können und von süßem klingen der Ketten von Übungswürfen im Hintergrund begleitet bekamen wir auch gleich Lust darauf, loslegen zu dürfen.
Dicke Winterjacken waren nicht nötig - ohne Schal und Haube wäre es aber - zumindest früh morgens - noch etwas "frisch" gewesen.

Bei den Flights wurde gejubelt, geschrien, geflucht, dass es eine Freude fürs Disc Golf Herz war. Vermeintlich einfache Holes wurden mit OB´s ausgestattet, die sich gewaschen haben und dem ein oder anderem Spieler davon der Hintern ordentlich aufgerissen wurde. So hatte es jenes Hole '#2 oben beim Gebäude, welches einen Mandobaum hatte (mit Slackline), dahingehend in sich. Ich persönlich habe dieses Hole ganz gut gefunden, auch wenn mit den OB´s nach dem Mandatory, wo man nach dem Passieren bergauf in Richtung Volleyballplatz spielte, etwas übertrieben wurde.
Einigkeit beim Approach ShotUnsinnig meiner Meinung nach war das Höhenmandatory (Telefonleitung) bei Bahn 8 (eine vor dem Inselhole), da sich dies für Linkshänder schwerer auswirkt (obschon in den Top 3 zwei Linkshänder dabei waren...)
Bei diesem Hole war sich unser Flight übrigens auch mit der Lage nach dem Approach-Wurf ziemlich einig.


Auch die Doppel-Tor Bahn (#6) hat mir persönlich nicht sonderlich viel Spaß gemacht - aber bei mir liegt das daran, dass ich Holes mit halbseidenen Würfen vom Tee weg nicht sonderlich mag. Von meiner Sicht war es das aber schon mit negativen Kritikpunkten beim Kursdesign.

Optische Highlights waren für mich jedenfalls die Bahn #3 mit dem Stargate-Doublemandatory und die lange Downhill-Bahn #5. Bahn 4 hat mir ganz gut gefallen, da ich hier 2 mal das Kunststück eines Birdies geschafft habe. Auch Bahn 10, wo sich links und rechts ein Teich befand, hat mir optisch und spielerisch sehr gut gefallen:
Wasserhole

...sowie auch die Bahn direkt im Anschluß daran. Auch die weiteren Waldholes waren großteils spassig und herausfordernd.
Ich war mit meinem Score von +6 zu Par 58 in Runde eins durchaus sehr zufrieden - lediglich den dummen 6er auf Bahn 18 (gesäumt von OB´s rechts, links und dahinter) hätte ich mir sparen können. Doch auch dabei gibt es etwas erfreuliches - denn nie hätte ich gedacht, diese Bahn zu überwerfen und im OB dahinter zu landen! Das bedeutet, meine Reichweite hat sich in letzter Zeit enorm verbessert. Unkonzentriert durch das OB und verwirrt und nachsinnierend obgleich der neu erlangten Reichweite konnte ich mich von dieser Bahn dann nicht so ohne weiteres trennen - so wurde ich dem Vereinsslogan "let your putter fly" mehr als gerecht, indem ich gleich 3 mal zum Putt antreten durfte... ^^
Und so weinte ich einem Score von 61 mit der Hoffnung auf Besserung in Runde 2 nach.
Wäre mir anstelle einer 3 bei der kurzen Waldbahn #12 das Ass, welches ich nur um Zentimeter verfehlt habe, gelungen, und hätte ich die (bildschöne) Downhillbahn nicht mit einer 5 vergeigt, wäre ich sogar unter Par gewesen. Doch für "Hättiwari"-Spiele ist bei Disc Golf meist kein Platz und das macht ja den Reiz des Sport ja auch aus - dass man nur diese eine Chance hat und wenn dann alles gelingt, ist die Freude natürlich umso größer.

Herbert hat sich fürs Team für die ACC ordentlich ins Zeug gelegt und darauf geschaut, ein vernünftiges Einstandsranking mit viel zukünftigem Punktepotential zu ergattern. ;-))

In der Mittagspause wurde wie üblich mit Mitgolferrn fachgesimpelt und der Schmäh ist natürlich - wie immer - g´rennt. Die Flights neu eingeteilt und Runde zwei konnte starten. Damit wir uns an die Bahnen nicht allzu sehr gewöhnen konnten, hat man schnell noch für kräftigen Wind (gefühlt aus allen Richtungen) gesorgt.
Auch wenn für mich die zweite Runde etwas weniger gut - in Zahlen um 4 Würfe - verlief, so war doch noch das ein oder andere Birdie dabei. Ich konnte auch das Kunststück eines Birdies bei dem Hole vor der langen Wald-Downhillbahn wiederholen. Herbert konnte sich in Runde 2 um 4 Würfe steigern.

Rogner Therme
Am Ende der zweiten Runde haben wir uns mit einem Seiterl belohnt und auf Herberts Turnierpremiere angestoßen. Wir haben uns darauf geeinigt, im nächsten Jahr wieder an den Start zu gehen und dazwischen mal auf einen Besuch vorbeizukommen, um das Standardlayout ausgiebig zu testen.

Danach haben wir uns auf den Weg gemacht.

Mein Weg führte mich allerdings nicht nach Hause, sondern nach Bad Blumau...denn was gibt es schöneres, als sich nach einem Tag voller Disc Golf an der frischen Luft mit körperlicher Betätigung bei absolutem Traumwetter in der Therme Bad Blumau aufzuwärmen? Eben. :-))

Graz und Umgebung, du wirst uns sicher wieder sehen. We will come back to let our putter fly!

After Disc Golf: Therme Bad Blumau